Grill au Bois – Neunkirchen

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Das Grill au Bois in Neunkirchen begrüßt seine Besucher mit dem Blick in die sehr appetitliche Reifekammer mit vielen tollen Cuts dry-aged Beef. Unser Magen hat sich schon beim Betreten auf leckeres Steak und Burger gefreut.

Leider kann das Restaurant die geweckten Hoffnungen dann nicht erfüllen.

Wir haben das am Knochen gereifte Kotelett vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein, das Black Angus Herz der Hüfte sowie den Bison Westernburger und den Grill au Bois Burger mit Fleisch aus der Reifekammer gestestet.

Das Schweinekotelett und das Hüftsteak waren gut, wenn auch mit jeweils 25 EUR nicht unbedingt günstig für die Menge. Zum Menü gab es die Salatbar und Fritten. Jede Änderung – sprich Bohnen statt Fritten – wird mit 1,50€ berechnet – ein Trend dem leider immer mehr Restaurants folgen.

Die Salatbar war der erste Tiefpunkt des Abendessens. Sowohl der Mais, als auch das Rotkraut waren übergegangen. Der Maissalat hat sogar schon Fäden gezogen. Auf einen dezenten Hinweis hin, wurde der Salat umgehend ausgetauscht. Weitere Entschuldigungen oder Kommentare dazu gab es von Seiten der Bedienung nicht.

Der Bison Burger war definitiv übergegangen. Das Bison Fleisch hat stark säuerlich geschmeckt und war absolut widerlich. Die Beschwerde wurde von der Bedienung mit den Worten „Bisonfleisch schmeckt immer sauer“ kommentiert. Der Burger wurde netterweise entsorgt und es wurde uns ein Ersatz angeboten, den wir dankend ablehnen.

Der Grill au Bois Burger aus der Reifekammer, kam nicht nur aus der Reifekammer, sondern auch aus der Tiefkühltruhe. Bei einem Burger für 19,90€ erwarte ich frische durchgedrehtes Rindfleisch – vor allem, wenn mit dem Zusatz „aus meiner Reifekammer“ auf der Speisekarte geworben wird. Burger, die im tiefgefrorenen Zustand auf dem Grill landen, schmecken einfach immer wie Burger im Schnellrestaurant, was o.k. ist, wenn ich keine 19,90€ dafür zahlen muss, sondern ein Mac Menü für 5,99 bestelle.

Beim Hinausgehen, lief uns dann noch zufällig der Koch über den Weg, der uns mit den Worten „Ich diskutiere eigentlich nicht mit Gästen“ ansprach und dann anfing zu diskutieren. Der übergegangene Bisonburger wurde mit den Worten „das Hackfleisch kam direkt aus der Tiefkühltruhe auf den Grill verteidigt“. Das glaube ich dem Koch auch gerne, aber wenn man schlechtes Fleisch einfriert, wird es beim Auftauen nicht besser. Da gilt halt frei der Spruch: „Man kann alles einfrieren.. einiges schmeckt dann halt beim Auftauen scheiße…“. Auf die Frage, warum denn ein Burger aus dem Reifeschrank auch nicht frisch sondern gefroren serviert wird, hat der Koch uns gesagt „Sie können froh sein, dass ich das einfriere. Anders ist das nach der Hackfleischverordnung gar nicht machbar“. Nun ja, die zitierte Hackfleischverordnung ist seit 2007 ausser Kraft und durch die Tierische Lebensmittel-Hygeneverordnung ersetzt worden – aber, dieses Detail außer Acht gelassen, sollte der Koch des Grill au Bois mal in der Burgerei in Saabrücken vorbeischauen. Die Jungs dort produzieren aus frischem Hackfleisch traumhafte Burger für weitaus weniger als 10€. Ich bleibe dabei, wenn ich 19,90 für einen 300g Burger nehme (wir reden hier von einem Kilo Preis von 66€!), dann kann ich das Fleisch frisch durch den Wolf drehen oder mit dem Messer hacken . Vor allem, wenn ich sowieso Tartar auf der Karte habe, wie der Grill au Bois. Außer natürlich, der Tartar wird auch aufgetaut – aber darüber denke ich dann lieber erst gar nicht nach.

Unterm Strich, absolut keine Empfehlung für das Grill au Bois. Auch wenn wir vielleicht einen raren, schlechten Abend erwischt haben. Vom unaufmerksamen Personal, über gleich 3 verdorbene Speisen bis hin zum nicht-diskutierenden Koch, kann ich mir nicht vorstellen, dass das Grill au Bois einen Besuch an anderen Abenden wert ist.

Grill au Bois Neunkirchen
www.grill-au-bois.de
Zweibrücker Str. 88
66538 Neunkirchen
Tel. 06821 89999

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