2 Tage Essen im Marais, Paris

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Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe sondern auch die Stadt der Gourmets. Da man Paris mittlerweile problemlos unter 2 Stunden mit dem ICE von Saarbrücken aus erreicht, stellen wir hier 2 perfekte kulinarische Tage in und um unseres Lieblingsviertels von Paris vor – dem Marais.

Laut gängiger Touristenführer ist das kulinarische Highlight im Marais das L’As du Fallafel, angeblich das Lieblingsrestaurant des Rockmusikers Lenny Kravitz. Auch wenn die Fallafel hier wirklich gut schmecken, ist die lange Schlange vor der Essensausgabe und die damit verbundene Wartezeit nicht jedermanns Sache.

Wir begeben uns lieber zu kleinen aber feinen Restaurantperlen in der näheren Umgebung und beginnen unsere Tour etwas außerhalb des Marais in den Galerie Lafayette. Im wunderschönen Jugendstilkaufhaus am Boulevard Haussmann gibt es nicht nur alle bekannten Modelables sondern auch eine ganz ausgezeichnete Lebensmittel- und Weinabteilung. Direkt im Weinkeller kann man im Restaurant Le Barouge wunderbar essen. Besonders zu empfehlen sind die Hamburger und das Risotto mit Alaska Kingcrab, welches allerdings nur saisonal angeboten wird. Auch wenn ein Hamburger nicht zu den klassischen französischen Speisen zählt, gehört der Burger im Le Barouge mit zu den besten Burgern, die Paris zu bieten hat. Den Rest des Tages kann man problemlos beim Erkunden der Modeabteilungen der Galeries Lafayette oder sinnvoller mit Spaziergängen durch das Marais verbringen.

 

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Bei Qui Plume la Lune schmeckt das Essen noch besser, als es aussieht

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Zum Abendessen gehen wir an den Rand des Marais in das Restaurant „Qui Plume la Lune“ – ein Japanisch-Französisches Fusion Restaurant. Chef Jacky Ribault serviert excellente Qualität in einem wunderschönen, nach Feng Shui eingerichtetem Ambiente.

Die Karte umfasst Gerichte wie Sushi von Foie Gras oder Garnelen auf Heu-Bett. Sehr zu empfehlen ist das Menü zu 45€ und für die Kinder ein entsprechend angepasstes Kindermenü für 38€ (Preise vom Frühjahr 2012). Die Liebe zum Detail, die wunderschön angerichteten Speisen und die Qualität des Essens haben uns begeistert.

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Am 2. Tag spazieren wir über die Ille de la Cité, an Notre Dame vorbei zu einem wunderbaren Perser, der schon vor über 10 Jahren zu meinen Lieblingsrestaurants in Paris gehört hat. Alleine die Tatsache, dass es das Restaurant Loubnane immer noch in unverändert Form gibt, garantiert für die Qualität des Essens. Zum Mittagessen bestellen wir eine persische Vorspeisenplatte – Mezzé – für 3 Personen, die vollkommen für 2 Erwachsene und 2 Kinder reicht. Dazu einen libanesischen Wein aus dem Bekaa Valley, einem recht unbekannten Weingebiet, dass meiner Meinung nach zu den besten Weinlagen der Welt gehört – zumindest was Preis-Leistung betrifft. Wenn wirklich nur 2 Tage zur Wahl stehen, muss man sich am 2. Abend zwischen einem klassischen Pariser Bistro mit begehbarer Weinkarte oder dem korsischen L’Alivi entscheiden. Wir haben beide Restaurants getestet und empfehlen einfach noch einen Tag dran zu hängen.

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Die begehbare Weinkarte im Mères et Filles

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[columncontent width=“50″]Die kleine Bar du vins Mères et Filles am Ausgang des Marais in Richtung Ille Saint-Louis bietet eine handvoll klassischer französischer Gerichte mit leichtem Hauch Nordafrikas. Wir waren vom Brick des Gambas und dem Tiramisu de Crabe begeistert. Für Kinder serviert die Küche auch gerne einfache aber gute Hamburger vom Angus Rind. Besonders gut hat uns die Weinkarte gefallen. Zum Aussuchen der Weine wird man von der Bedienung in den Keller geleitet, wo man sich aus einer großen Anzahl wunderbarer Weine einfach die Wunschflasche aussuchen kann. Alle Flaschen sind mit Preistafeln beschriftet, so dass es beim Bezahlen auch keine bösen Überraschungen gibt. [/columncontent]
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Alternativ dazu bietet sich ein Besuch beim Korsen an, insbesondere, da man in Deutschland nur sehr schwierig auf ein gutes korsisches Restaurant treffen wird. Unser Favorit ist das L’Alivi mitten im Marais. Zur Einstimmung aufs Essen blättern wir in diversen korsischen Kochbüchern und Reiseführern, die überall im Restaurant ausliegen und freuen uns auf ungewöhnliche Zubereitungsarten und Geschmäcker. Wir genießen die kalte Vorspeisenplatte mit diversen Schinken und korsischen Würsten sowie eine Portion Sardinen. Dazu einen kräftigen korsischen Rotwein und zum Hauptgang Lamm und das riesige Kotelette vom Spanferkel (Côte de Cochon).

Wer dann wirklich noch Hunger hat genießt zu einer weiteren Flasche Rotwein die korsische Käseplatte Besser jedoch, man geht zum Nachtisch auf die Ille Saint-Louis, zur einer Filiale der wunderbaren Eiskünstler von Amorino oder zum angeblich besten Eisladen in Paris – dem Glacier Berthillon. Ich persönlich bevorzuge Amorino, auch wenn es eine Kette ist (für Lauf-Faule: es gibt auch eine Amorino Filliale im Marais, aber die Ille Saint-Louis ist immer einen Spaziergang wert). Das Konzept von Amorino ist überraschend einfach und genüsslich. Man wählt lediglich die gewünschte Größe der Eistüte und bestellt sich dann beliebig viele Sorten. Alle Sorten werden in Form einer Blume mit Spachteln in und um die Eistüte dekoriert – toll anzusehen und wunderbar zu Essen.

 

Essenbildet wünscht Guten Appetit im Marais!

Wer auf Paris keine Lust hat, kann auch unsere Restaurant Tips für London ausprobieren.

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